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Gesundes Herz

herzUnser Herz ist eine nahezu perfekte Pumpe. Bei pfleglichem Umgang macht das Zentralorgan des Körpers das, was es am besten kann: Schlagen – ein Leben lang

Die Konstruktion ist einfach und elegant, die Leistung unübertroffen. Das Herz besteht aus zwei Kammern mit je einem Vorhof, vier Ventilen und einem elektrischem Taktgeber. 70 Milliliter fördert es auf einen Schlag, 300 Liter im Laufe einer Stunde und damit die Füllmenge einer Badewanne, 2, 55 Millionen Liter im Jahr – ohne Pause. Bei dieser einzigartigen Schwerstarbeit freut sich das Herz über sinnvolle Unterstützung.

Jeder Ingenieur wäre mächtig stolz, hätte er eine derart leistungsfähige Pumpe entwickelt: Mehrkammertechnik, reibungsfreie Aufhängung und eine einzigartige Steuerungssoftware. Besser geht es vermutlich nicht. Ohne je einer Wartung zu bedürfen verrichtet sie über Jahrzehnte hinweg ihre Arbeit. Das Herz ist der universelle Taktgeber des menschlichen Körpers.

Doch Stress und Nikotin, schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung machen der lebenswichtigen Pumpe oft schwer zu schaffen. Denn viele Menschen unterschätzen die Gefahr, die von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgehen. Zwar hat jeder zweite Deutsche Angst vor Krebs, wie Umfragen zeigen, nur jeder sechste aber fürchtet sich vor einem Infarkt. Tatsächlich aber kosten Herz-Kreislauf-Erkrankungen doppelt so vielen Menschen das Leben wie der Angstgegner Krebs.

Wie es zum Super-Gau am Herzen kommen kann, ist heute bekannt: So genannte LDL-Partikel, an Eiweißstoffe gebundene Cholesterinmoleküle, dringen ständig aus dem Blut in die innere Schicht der Arterien ein und verlassen sie auch wieder. Ein ganz natürlicher Vorgang. Doch die erwähnten Risikofaktoren bewirken, dass Fettpartikel in der Arterienwand haften bleiben und sich dort verändern.

Das Fett wird „ranzig“, löst eine Entzündung aus und der Körper startet sein Notfallprogramm. Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems eilen herbei, nehmen die Fette auf und verdauen sie. Nach und nach bilden sich fetthaltige Ablagerungen, die nur durch eine dünne Zellschicht von der Blutbahn getrennt sind – so genannte Plaque. Wenn diese trennende Schicht einreißt, wird es gefährlich. Liegt eine Plaque frei, aktiviert der Körper das Gerinnungssystem des Blutes. Ein Gerinnsel aus Fibrinfäden und Zellen bildet schließlich einen Pfropf, der das Herzkranzgefäß verschließt. Das hinter der Verstopfung liegende Muskelgewebe ist dann nicht mehr durchblutet und stirbt ab – es kommt zum Herzinfarkt.

Besonders gefährdet sind Menschen, die ihrem Körper keine Ruhe gönnen, ständig von einem Meeting zum nächsten hetzen, immer unter Strom stehen. Dann produziert der Organismus im Übermaß den Signalstoff ICAM-1, der die im Blut umherschwirrenden Immunzellen klebrig macht. Folge: Sie wandern leichter in die Arterienwand ein und treiben die Plaquebildung voran. Weitere Gefahr droht durch das Stresshormon Leptin. Es wird in den Fettzellen gebildet und erhöht den Blutdruck.

Wer außerdem noch raucht, bewirkt beim Herzen das, was schlechtes Benzin bei einem Motor auslöst: es fängt an zu stottern. Die rund 4000 chemischen Verbindungen in einer Zigarette treiben den Wert des „bösen“ LDL-Cholesterins in die Höhe, schädigen die Aderwände und erhöhen die Neigung des Blutes zur Gerinnselbildung. Sogar gelegentliches Rauchen hat erschreckende Folgen: Eine Langzeit-Untersuchung aus Dänemark hat ergeben, dass schon drei Zigaretten täglich das Herzinfarktrisiko um das Doppelte erhöhen. Bewegungsmangel löst gleich ein ganzes Bündel von Risikofaktoren aus: Fettstoffe wie Cholesterin und Triglyceride zirkulieren im Überfluss, der Blutdruck steigt, es kommt zu Übergewicht und Diabetes. Das Infarktrisiko steigt um ein Vielfaches.

Deshalb wundert es kaum, dass moderate sportliche Bewegung die beste Medizin für das Herz ist. Vor allem Menschen, die viel Sitzen, sollten wenigstens dreimal wöchentlich mehr als 30 Minuten Ausdauersport und als Ergänzung zweimal die Woche Krafttraining machen. Wichtig ist es aber, sich vor Trainingsbeginn von einem Arzt durchchecken zu lassen. Übrigens: Auch Kleinigkeiten wie Treppen steigen statt Fahrstuhl, den Bus oder die U-Bahn ein paar Stationen früher verlassen oder das Auto öfters mal stehen lassen und zu Fuß gehen, können das Infarktrisiko senken.

Mindestens genauso wichtig wie ein Plus an Bewegung, ist der Stressabbau. Studien beweisen: Wer Stress reduziert, kann sein Infarktrisiko dramatisch senken. Neben leicht zu erlernenden Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Muskelrelaxation nach Jacobsenhelfen vor allem auch asiatische Entspannungs- und Bewegungstechniken wie Tai Chi und Qi Gong.

Dankbar ist das Herz auch, wenn man sich gesund ernährt. Weniger Süßes und Fettes, Fleisch nur noch ein paar Mal im Monat, dafür mehr Fisch, täglich Obst und Gemüse und viele Vollkornprodukte. Herzstärkende Wirkung haben auch Polysaccharide, wie sie in Reishi-Pilz-Extrakten vorkommen. Klinisch kontrollierte Studien lassen vermuten, dass sie die Bildung von Plaques reduzieren und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern können.

Reishi-Pilz-Extrakte gibt es hier.