Home » Die Leber – das überforderte Organ

Die Leber – das überforderte Organ

leberDie Entgiftungszentrale unseres Körpers sorgt heimlich, still und leise für unser Wohlbefinden. Leider gehen wir nicht immer sehr pfleglich mit ihr um

Die rund drei Pfund schwere Leber erfüllt 500 lebenswichtige Aufgaben. Sie ist Stoffwechselfabrik und Entgiftungszentrale, wandelt Zucker in Stärke um, kontrolliert den Fettstoffwechsels und die Produktion von Eiweißstoffen gegen Infekte. Wenn sie diese Aufgaben nicht mehr erledigen kann kommt es zu zahlreichen Nebenwirkungen: Muskeln bleiben ohne Spannung, Augen sehen schlechter, die Nieren stellen ihre Arbeit ein, das Gehirn hat einen Totalausfall, man ist ständig müde, bei Männern droht Impotenz.

Was der Leber besonders zu schaffen macht, ist Alkohol: Hochprozentiges braucht nur zwei Minuten, um über die Blutbahn in die Leber zu gelangen. Pro Stunde kann die Leber etwa ein Gramm Alkohol je zehn Kilogramm Körpergewicht abbauen. Und nichts – weder Kaffee noch Salzheringe – kann diesen Abbau beschleunigen. Das unterschätzte Problem dabei: Während des Alkoholabbaus kann die Leber keine anderen Stoffwechselfunktionen wahrnehmen. Dazu zählt auch die Verdauung von Fett. Das nicht abgebaute Fett lagert sich in der Leber an und führt allmählich zu einer so genannten Alkoholfettleber. Experten schätzen, dass mehrere Millionen Menschen davon betroffen sind.

Gänzlicher Verzicht auf Alkohol ist aber nicht nötig: Das Sicherheitslimit für Alkoholgenuss liegt bei 25 Gramm Alkohol, das entspricht für Männer etwa 0, 3 Liter Wein oder 0, 5 Liter Bier. Frauen vertragen etwa 20 Prozent weniger. Grund: Erst seit kurzem weiß man, dass spezielle Enzyme, Hepatocupreine, den Alkohol in der Leber zerlegen. Diese Eiweißstoffe arbeiten bei Frauen allerdings deutlich weniger effektiv.

Ein immer weiter um sich greifendes Problem: Übergewicht durch zu fettreiches Essen.
So genannte Neutralfette lagern sich in die Leberzellen ein. Von einer Fettleber ist dann die Rede, wenn mindestens die Hälfte der Leberzellen von Einlagerungen betroffen sind. Eine Fettleber entsteht auch durch das so genannte metabolische Syndrom. Die Kombination von Diabetes, hohem Blutdruck und einer Fettstoffwechselstörung kann Ursache einer Fettleber sein. Aber auch bestimmte Medikamente und Hepatitis-Viren können das wichtige Organ belasten.

Die gute Nachricht: Die Leber verzeiht erstaunlich viel. Selbst wenn sie schon 90 Prozent ihrer Funktion verloren hat, ist sie immer noch in der Lage sich zu 100 Prozent zu erholen. Das haben Studien der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Leberforschung gezeigt. Voraussetzung: Schluss mit Alkohol und runter mit den Pfunden. Wichtig dabei: Das Gewicht langsam reduzieren. Hungerkuren oder Crash-Diäten würden die Leber nur zusätzlich belasten.

Natürlich freut sich die Leber auch über Unterstützung. Besonders gerne mag sie die Mittelmeerdiät: viel frisches Obst und Gemüse, fettarmes Fleisch und Fisch sowie viel Mineralwasser trinken. Gut für das oft überforderte Organ ist auch moderater Ausdauersport wie Joggen, Walken oder Radeln. Und was tun nach einer durchzechten Nacht? Am bestenden geplünderten Vitaminhaushalt schnell wieder aufzufüllen: Dazu eignen sich ebenfalls viel frisches Obst und Gemüse, aber auch Zitronen- und Orangensaft. Überhaupt ist viel trinken angesagt: Am besten Mineralwasser.

Auch die rund 400 bioaktiven Substanzen des Reishi-Pilzes können regulierend eingreifen. In chinesischen Lehrbüchern und auch in klinischen Studien werden vor allem die in den Extrakten enthaltenen Ganodermiksäuren und Polysaccharide in Zusammenhang mit der Leber erwähnt.

Reishi-Pilz-Extrakte gibt es hier.