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Geschichte der Traditionellen Chinesischen Medizin

tcmDie Traditionelle chinesische Medizin (TCM) hat eine 6000 Jahre alte Tradition. Seit einiger Zeit erobert die Heilkunst aus dem Reich der Mitte auch den Westen. Beliebt ist die Akupunktur, doch die TCM hat viel mehr zu bieten

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein eigenständiges Medizinsystem, das sich sehr gut mit der westlichen Schulmedizin ergänzen lässt. Sie umfasst spezielle Diagnoseformen wie die Zungen- und Pulsdiagnose sowie zahlreiche Therapieformen. Dazu gehören neben der hierzulande besonders beliebten Akupunktur auch spezielle Massageformen wie Tuina und Guasha, Entspannungs- und Bewegungstechniken wie Qi Gong und Tai Chi sowie vor allem der Einsatz von Wurzeln, Blättern, Samen, Mineralien und Pilzextrakten. In China werden damit rund 80 Prozent aller gesundheitlichen Beschwerden behandelt.

Die Weltsicht, die der TCM zugrunde liegt, basiert auf dem Verständnis, dass alles voneinander abhängig und miteinander verwoben ist. Dazu gehört auch das Ordnungsprinzip. Jeder Vorgang in der Welt wird den fünf Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser zugeordnet. Das gilt auch für alle Funktionen im menschlichen Körper. Sie geht zurück auf die Morallehre des Konfuzius. Der zweite Baustein ist das Prinzip von Ying und Yang, der uralten Lehre der Gegensätze. Laut chinesischer Vorstellung fließt die Lebensenergie, das Qi, in 14 Meridianen durch den Körper. Zirkuliert die Lebensenergie störungsfrei, sind die beiden Kräfte Yin und Yang im Gleichgewicht und der Mensch ist gesund. Ist das Qi aber blockiert oder liegt ein Ungleichgewicht vor, ist der Mensch krank.

Die TCM unterscheidet sich in einem Punkt ganz wesentlich von der westlichen Schulmedizin: sie will vor allem dem Körper dabei helfen, sich selbst zu heilen. Gezielte Reize sollen dazu beitragen, die Heilkräfte des Körpers zu wecken und zu stärken. Die Durchführung einiger Methoden der TCM erfolgen von speziellen Therapeuten, andere können selbstständig angewendet werden.

Eine besondere Rolle spielt die Pulsdiagnose. Die TCM kennt 32 verschiedene Pulskombinationen. Speziell ausgebildete Ärzte fühlen den Puls mit dem Zeige-, Ring- und Mittelfinder an der Hauptschlagader, am Handgelenk beider Arme und da sowohl an der Oberfläche als auch in der Tiefe. Insgesamt zwölf Pulse sollen Auskunft geben über den Zustand der inneren Organe. Eine weitere wichtige Untersuchungsform ist die Zungendiagnose. Sie soll ebenfalls Auskunft geben, über Schwächungen, gestaute Energien und geschwächte Organe. Der Therapeut schaut sich die Beschaffenheit der Zunge an, den Zungenbelag und die Zungenfarbe.

Alle Therapien der TCM sind energetische Eingriffe. Sie haben das Ziel, für jeden einzelnen Menschen Harmonie und Ausgeglichenheit herzustellen. Es geht auch nicht unbedingt um die Behandlung von Krankheiten. Sondern vielmehr darum, es gar nicht erst zu einer Erkrankung kommen zu lassen.